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aMule mit Web-Interface auf Ubuntu

aMule mit Web-Interface auf Ubuntu [1]Wenn man einen Server mit Linux zu Hause sein Eigen nennt, bietet es sich geradezu an diesen als Downloadknecht zu nutzen. Nach dem Tutorial für den Torrent Client am Linux Server möchte ich nun einen eMule Client mit Webinterface für Linux vorstellen.

Ist aMule einmal eingerichtet und gestartet kann man ihn bequem über Web-Gui konfigurieren, Dateien zur Downloadliste hinzufügen und Downloads Suchen.


1. Installation

In den Repositories von Ubuntu 9.10 sind die benötigten Pakete schon enthalten. In Debian oder anderen Distributionen müssen gegebenenfalls noch Sources hinzugefügt werden.

Zur Installation einfach folgendes in der Konsole eingeben:

sudo apt-get update && sudo apt-get install amule-daemon

Vor der Konfiguration muss noch der ausführende Benutzer festgelegt werden, in dessen home-Verzeichnis die Konfigurationsdateien usw. angelegt werden.

sudo nano /etc/default/amule-daemon

# Configuration for /etc/init.d/amule-daemon

# The init.d script will only run if this variable non-empty.
AMULED_USER="<benutzername>"
.
.

Haben wir alle Schritte ausgeführt, müssen wir den Daemon einmal starten und stoppen um die Konfigurationsdateien erstellen zu lassen.

sudo /etc/init.d/amule-daemon start && sudo /etc/init.d/amule-daemon stop

2.Konfiguration

Nach der Installation befindet sich die Konfigurationsdatei im home-Verzeichnis im Ordner “.aMule”. Hier werden  wir jetzt Einstellungen wie Ports, Passwort usw. vornehmen. Während der Bearbeitung der Konfigurationsdatei darf aMule noch nicht gestartet sein, da ansonsten die vorgenommenen Einsellungen beim Schließen des Programms wieder gelöscht werden.

Da man in der Config die md5sum des Passwortes angeben muss werden wir diese wie folgt erstellen und speichern sie ab:

echo -n <ihrpasswort> | md5sum | cut -d ' ' -f 1

Jetzt öffnen sie die Konfigurationsdatei.

sudo nano ~/.aMule

Der erste Teil besteht darin, Ports festzulegen welche auch im Router zur IP auf der aMule läuft weitergeleitet sein sollten.

[eMule]
.
.
Port=46710
UDPPort=38830
.
.

Danach kann man hier noch die Downloadverzeichnisse ändern:

TempDir=<Verzeichnis für unfertige Downloads>
IncomingDir=<Verzeichnis für fertige Downloads>

Um das aMule und das Webinterface nach aussen hin mit einem Passwort zu schützen muss man die vorhin erstellte md5sum vom Passwort hier einfügen (ACHTUNG: Ohne Passwort wird das Web-Gui nicht gestartet):

[ExternalConnect]
.
AcceptExternalConnections=1
ECPassword=<md5sum>
.
[WebServer]
.
Enabled=1
Password=<md5sum>
PasswordLow=<md5sum>
Port=4711
Template=chicane
.

“AcceptExternalConnections=1” muss gesetzt sein, um von aussen zugreifen zu können. Indem man “Enabled=1” setzt wird das Webinterface automatisch mitgestartet. Das Template “chicane” ist im Standardpacket enthalten und wird von mir ausdrücklich empfohlen, da es mit dem Standardtemplate einige Probleme gab. Der Standardport für das Webinterface ist “4711” und kann nach belieben angepasst werden. Um das Web-Gui von aussen erreichbar zu machen muss man natürlich auch dieses Port am Router weiterleiten.


Habe fertig! Jetzt ist es an der Zeit den Daemon zu starten.

sudo /etc/init.d/amule-daemon start

Der Link zum Webinterface sieht aus wie folgt:

http://<serverip>:4711

[2] [3]





Als letzter Schritt muss nur noch eine Serverliste gelanden werden. Unter “Server List” > “Server Preferences” kann man ein Link zu einer server.met einfügen welche man hier [4] findet.


Gutes Gelingen und viel Spaß 🙂 .