IP v6 Protokoll in *buntu deaktivieren
Obwohl IPv6 die Zukunft zu sein scheint, bieten noch sehr wenige ISPs dieses neue Protokoll an, weshalb es ohne Bedenken deaktiviert werden kann. Diese Anleitung hat den Hintergrund, dass auf meinem Server verschiedene Services laufen, welche mit einem aktivierten IPv6 einfach nicht klar kommen und den Dienst verweigern.
Grundsätzlich gibt es auf den *buntu Distributionen zwei verschiedene Wege das Protokoll zu deaktivieren. In den Versionen ab 10.04 ist es nicht mehr unbedingt notwendig den GRUB-Bootloader zu editieren.
Vorher überprüfen wir ob IPv6 nicht schon inaktiv ist (0=aktiviert, 1=deaktiviert):
cat /proc/sys/net/ipv6/conf/all/disable_ipv6
*buntu Version 10.04 und höher
Man öffnet mit dem Editor „nano“ die Datei „sysctl.conf“ …
sudo nano /etc/sysctl.conf
… und fügt diese Zeilen am Ende ein:
#ipv6 disable net.ipv6.conf.all.disable_ipv6 = 1 net.ipv6.conf.default.disable_ipv6 = 1 net.ipv6.conf.lo.disable_ipv6 = 1
Jetzt nur noch abspeichern (nano: speichern mit “Strg+o“, schließen mit “Strg+x”) und den Rechner neu starten. Mit der Zeile vom Anfang des Artikels überprüft man, ob IPv6 nun deaktiviert ist (0=aktiviert, 1=deaktiviert):
cat /proc/sys/net/ipv6/conf/all/disable_ipv6
*buntu Version 9.10 und darunter
Dazu öffnet man die GRUB-Konfigurationsdatei, …
sudo nano /etc/default/grub
… sucht dort nach dieser Zeile …
GRUB_CMDLINE_LINUX
… und ersetzt diese durch die Folgende:
GRUB_CMDLINE_LINUX = "ipv6.disable=1"
Nach der Änderung speichert man die Datei (nano: speichern mit “Strg+o“, schließen mit “Strg+x”) und führt ein GRUB-Update aus.
sudo update-grub
Nach dem abschließenden Neustart prüft man ob IPv6 deaktiviert ist (0=aktiviert, 1=deaktiviert):
cat /proc/sys/net/ipv6/conf/all/disable_ipv6
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